Irgendwann um das Jahr 2007 herum ging das los... Immer mehr Boten berichteten von ausgehendem Erdoel / Erdgas. Die meisten Menschen glaubten den Boten zwar nicht, aber ueberall stiegen die Preise und die Regierenden sagten ihren Regierten, dass sie sich keine Gedanken machen sollten. Sie taeten es selbst ja auch nicht. Das half fuer eine Weile und ein merkwuerdig zwiespaeltiges Gefuehl stellte sich bei den Regierten ein... Eine Ahnung, dass doch etwas dran sein koennte an dem Gerede der Boten. Deshalb beschimpften sie diese. Und dachten 'positiv' (so nannten sie das den-Kopf-in-den-Sand-stecken) und verfolgten jene die 'negativ' dachten (so nannten sie die, die davon sprachen, dass die immer praller sich fuellende Blase demnaechst platzen wuerde).
Fuenf Jahre spaeter - um das Jahr 2012 herum, das Botenbeschimpfen hatte wider Erwarten nichts gebracht - begann der wirtschaftliche Abschwung. Der verlief nicht gleichmaessig ueber die ganze Welt verteilt, sondern hoechst ungleichmaessig. Zuerst und am heftigsten betroffen waren die sogenannten 'entwickelten' Laender, also die Laender, die Volkswirtschaften hatten, die darauf gruendeten, dass billiges Erdoel / Erdgas in riesigen Mengen Tag fuer Tag verbrannt wurden. Zuerst ging das billige Erdoel / Erdgas aus. Spaeter auch das teure. Binnen weniger Jahre crashte eine industrielle Branche und eine Volkswirtschaft nach der anderen.
Das war ein Schock fuer die Menschen. Waren sie sich doch so sicher, dass ihre Volkswirtschaften unkaputtbar seien und ewig halten wuerden. Die meisten Menschen wurden religioes und beteten zu Gott, dass dieser sie vorm Groebsten verschonen moege. Aber auch das Beten half nichts.
Fuer ganz schlau sich Duenkende kamen auf die Idee, einen grossen Krieg um die letzten Erdoel- / Erdgasvorkommen anzuzetteln. Aber auch der Krieg aenderte nichts daran, dass die Volkswirtschaften crashten. Spaeter wuerden kluge Menschen feststellen, dass der Krieg den wirtschaftlichen Abschwung noch beschleunigt hatte.
Immer mehr Arbeitslose gab es - Arbeitslose die kein Arbeitslosengeld mehr kriegten, weil die staatlichen Sozialkassen genauso crashten wie die Volkswirtschaften, denen sie ihre Gelder verdankten. Mit Suppenkuechen versuchte man, die Millionen vor dem Verhungern zu bewahren. Polizisten, die nur wenig mehr Suppe kriegten als die Arbeitslosen, hatten den Befehl, auf jeden zu schiessen, der pluenderte.
Die grossen Staedte wurden unregierbar.
Die durchschnittliche Lebenserwartung (die noch 2007 enorm hoch war) ging schnell zurueck. Vor allem traf es die Alten. Denn deren Renten verfluechtigten sich im selben Tempo, wie die Volkswirtschaften in die Knie gingen. Dazu kam, dass die Krankheitsindustrie (wie andere energieintensive Industrien auch) zu den ersten sterbenden Industrien gehoerte. Klar, dass man sich dranmachte und die Ressourcen, die noch blieben, fuer die Jungen reservierte. Die Alten starben viel frueher, als die Alten, die gewohnte Entwicklung einfach extrapolierend, das geplant hatten.
Weiter zu Teil II (demnaechst, wahrscheinlich morgen, in diesem Theater)
Anm.: '2057' heisst der aktuelle Hype [1]. In den USA - wo sollte sonst so ein Hype herkommen - startete Ende Januar 2007 im 'Discovery Channel' [2] eine dreiteilige Fernsehserie - '2057' [3] genannt. Produziert wurde die Serie fuer den hauseigenen Sender und fuers ZDF bei der 'Discovery Communications' [4], eine Produktionsfirma in Silver Spring, Maryland, USA beheimatet.
'2057' hat mich animiert, auch einmal in die Zukunft zu schauen, und eine eigene Geschichte zu schreiben.
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[1] Unter Medienrummel (engl. Hype - von Hyperbel) werden meist kurzlebige, in den Medien aufgebauschte oder uebertriebene Nachrichten verstanden, die gezielt von Interessenstraegern zur Werbung fuer bestimmte Ideen oder Produkte lanciert wurden.
[2] Vgl.
WIKIPEDIA: Discovery Channel[3] Vgl.
WIKIPEDIA: 2057 (TV series)[4] Vgl.
WIKIPEDIA: Discovery Communications